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Ein paar Erinnerungen und ein Ordinationsjubiläum

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  Für die Besucher des Männerfrühstücks galt es ein Stück deutscher Geschichte zu erzählen. Letztes Wochenende stand ganz im Zeichen von Erics 25. Ordinationsjubiläum. Fast die gesamte Zeit seiner Berufung zum Pfarramt hat er hier in Kewaskum verbracht. Nun wird er dieses Jahr 59 und es geht eher auf das letzte Stück der beruflichen Strecke zu - seltsam für mich, der ich noch ganz am Anfang stehe. (Die Pfarrer im Ruhestand, denen ich hier begegnet bin, haben ihren Beruf meist bis in ihre Achtziger Jahre ausgeübt...!) Zuvor jedoch gab es am Freitag das "Männerfrühstück". Dies findet statt in dem Wohnkomplex für unabhängig lebende (ältere) Menschen, in dem ich auch wohne. (Falls sie mich doch noch ins "assisted living" - betreutes Wohnen - stecken, muss ich mir Sorgen machen.) Dieses Männerfrühstück findet einmal im Monat statt und es gibt immer einen "guest speaker" (einen Gastvortrag), der etwas über seine Arbeit oder sein Leben erzählt. Ich hatte schon fa...

Ausflug nach Green Lake

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Abendstimmung am Green Lake Am Mittwochabend hatten wir unsere erste Abendandacht unter dem Motto "Sacred Space" (Heiliger Raum), in dem wir etwas freier in der Musikauswahl sind und mehr Wert legen auf persönliche Geschichten und Diskussion. Karla, die Sonntags oft am Klavier sitzt oder andere Instrumente spielt, erzählte von einem Buch über Identität, das sie gelesen hatte, und wir über all die Dinge nach, die unsere Identität ausmachen und welchen Platz dabei unser Glaube und unsere "Identität in Gott" ausmacht - wenn vieles im Leben, was uns definiert hat, wegfällt - sei es durch eine Veränderung, durch Krankheit oder Alter usw. - was gehört zu den Sachen, die wir dann trotzdem noch "sind"? Seine Identität in Gott wurzeln zu lassen, ist auch relevant zu einem christlichen Begriff von unverlierbarer Menschenwürde: egal, was mit uns passiert in diesem Leben, in Gott ist jeder Mensch erkannt und gehalten. Am Donnerstag ging es dann nach Green Lake, wo die...

Happy Pride!

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  mit Eric, Jim und weiteren Kollegen am Segensstand Letztes Wochenende war Pridefest in Milwaukee. Aber zunächst mal war mein Geburtstag! Mit Eric und Chris bin ich daher zu Mader's, einem deutschen Restaurant, gegangen. Dort gab es einen "Rhein-Teller" mit Gulasch und Schnitzel, der sich nun meinem prüfenden Auge und Gaumen stellen musste, ob er wahrhaftig das Prädikat "deutsch" verdient. Der Gulasch war okay, aber nicht in der von mir bevorzugten würzigen ungarischen Variante. Die Spätzle waren zu klein. Das Schnitzel hatte einen seltsam zusammengesetzten Mantel, nicht die orange-knusprige Variante, die ich kenne. Rotkraut und Sauerkraut waren überraschend gut. Hinterher gab es ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte, das wir zudritt verzehrten, auch das war gut. Insgesamt würde ich die Note 8/10 für Qualität, 6/10 für Deutschheit geben. Einige von der Bedienung waren in Mieder oder Lederhose (oder einer Kombination davon) gekleidet - so wie für viele Europäer di...

Baseball & Memorial Day

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  Eine Hand hält das Handy, die andere das Bier (nicht im Bild) Letzte Woche durfte ich wieder Zeuge von zwei ur-amerikanischen Erfahrungen werden: einem Baseball-Spiel und dem Memorial Day, der hier (ähnlich wie in Deutschland Pfingsten) ein verlängertes Wochenende bedeutet. Während viele Menschen in Deutschland kaum mit Baseball vertraut sind (ich hatte jedenfalls keine Ahnung davon), ist dies ein Sport, mit dem viele Amerikaner aufwachsen. In Vorbereitung auf das Live Spiel im Stadion der "Milwaukee Brewers" hat mich die Jugendgruppe ein wenig über die Regeln informiert, indem wir Softball spielten, eine Variante von Baseball. Alle Regeln habe ich aber längst nicht kapiert! Hier nochmal das Spielfeld ohne meine Visage: In der Mitte steht jemand und wirft einen Ball zu dem Ort ganz unten. Der schlägt ihn mit dem Baseball-Schläger irgendwohin und fängt an zu rennen. Es gibt sechs Spieler, die über das Feld verteilt stehen. Falls die den Ball zu fassen kriegen, bevor der Typ,...

Ausflug nach Minneapolis

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  Minneapolis wird zusammen mit der Schwesterstadt Saint Paul "The Twin Cities" genannt -  "Die Zwillingsstädte" Letzte Woche verbrachte ich in Minneapolis. Minneapolis ist die Hauptstadt von Minnesota, dem westlichen Nachbarstaat von Wisconsin. Am "Mighty Mississippi" (dem mächtigen Mississippi) gelegen, bildet es mit der Stadt am anderen Ufer, Saint Paul, eine große Einheit: The Twin Cities. Grund dafür war eine große Predigerkonferenz, "Festival of Homiletics" (Homiletik ist die Kunst des Predigens), die namhafte Prediger und Gäste aus allen Teilen der USA und Kanada anzogen. Unser Quartier lag in Saint Paul, 15 Minuten Fahrt und einmal über den Mississippi ging es Tag für Tag zu den beiden großen Kirchen, die für das Festival ihre Pforten öffneten: "Central Lutheran Church" und "Westminster Presbyterian Church". Hier könnt ihr zunächst die lutherische Kirche bewundern (klicken zum vergrößern): "Central Lutheran" ...